Fast alle Menschen tun fast alles, was sie tun, aus Liebe!
Virgina Satir

Hintergrund meiner Arbeit

Ich bin davon über­zeugt, dass alles was uns in unse­rem Leben begeg­net, eine Bedeu­tung, einen tie­fe­ren Sinn hat. Das heißt nicht, dass alles schön und gut ist. Jeder kennt Zei­ten, in denen das Leben uns viel abver­langt, durch Krank­heit, Tren­nung, Pro­bleme im Job, in unse­rer Bezie­hung oder mit unse­ren Kin­dern. Es scheint so, dass wir diese Dinge nicht beein­flus­sen kön­nen.

Unsere Frei­heit aber besteht darin zu ent­schei­den, wie wir mit sol­chen Situa­tio­nen umge­hen: Eine Mög­lich­keit ist, sie nicht zu bewer­ten und als neue Erfah­rung zu sehen. Zu schauen, was es in die­ser Situa­tion, die wir erst ein­mal nicht ändern kön­nen, braucht, damit wir sie anneh­men kön­nen.

Meine Erfah­rung aus der Arbeit mit Kin­dern und ihren Eltern ist, dass unse­ren Kin­dern der Umgang mit sol­chen Situa­tio­nen viel leich­ter gelingt. Sie reagie­ren unmit­tel­ba­rer auf das Leben, weil sie noch kei­nen Plan im Kopf haben wie es zu sein hat. Sie reagie­ren spon­tan auf das, was ihnen begeg­net. Wenn bei­spiels­weise ein Geschwister‐ oder Eltern­teil erkrankt, kann es aus Sicht des Kin­des eine gute Lösung sein, sich zurück­zu­zie­hen, nie­man­dem zur Last zu fal­len und mög­lichst schnell selbst­stän­dig zu wer­den. Droht viel­leicht eine Tren­nung der Eltern, kann es dem Kind sinn­voll erschei­nen, mög­lichst viel Auf­merk­sam­keit auf sich zu zie­hen. So hofft es die Eltern von ihren Tren­nungs­ge­dan­ken abzu­len­ken. Vor die­sem Hin­ter­grund bekom­men die Ver­hal­tens­wei­sen unse­rer Kin­der eine völ­lig neue Bedeu­tung! Die­ses Ver­hal­ten geschieht immer unbe­wusst.

Literaturtipps

  • Ingrid Dyk­s­tra:
    Wenn Kin­der Schick­sal tra­gen (Kösel Ver­lag)
  • Bar­bara Inne­cken:
    Weil ich euch beide liebe (Kösel Ver­lag)